Der S&P 500 notiert mit einem P/E von 25,1 am 98. Perzentil seiner historischen Verteilung; die Earnings Yield von 3,98 % gegenüber 4,42 % für UST 10y impliziert eine negative Equity Risk Premium von rund −44 Bp. – eine Konstellation, die zuletzt vor der Dotcom-Korrektur bestand. International bietet einzig TOPIX (P/E 15,8, Pz. 48 %) eine Fair-Value-nahe Bewertung; Emerging Markets (Pz. 78 %) und CSI 300 (Pz. 91 %) liefern trotz optisch niedrigerer P/E-Ratios kein historisches Schnäppchen. Auf Sektorebene sind Materials, Consumer Staples und Industrials alle am absoluten Bewertungsdeckel (Pz. 100 %), während Real Estate (Pz. 12 %) nach der Zinsanpassung der letzten Quartale als einziger Sektor deutlich unter dem historischen Median handelt.
Das US-10y-Renditeniveau von 4,42 % (Pz. 87 %, +40 Bp. im Monat) reflektiert persistente Inflationserwartungen und fiskalische Risikoprämien; Japan (Pz. 99 %) erreicht historische Extremwerte, während Schweizer Eidgenossen mit 0,25 % (Pz. 35 %) das einzige zinsseitig moderat bewertete Segment darstellen. Credit-Spreads sind durchgehend ungewöhnlich eng – USD IG (z −1,1), USD HY (z −1,0) und insbesondere USD EM Corporate (z −1,6) preisen ein nahezu rezessionsfreies Szenario ein und bieten minimale Risikokompensation über Staatsanleihen hinaus.
Edelmetalle und Industriemetalle handeln weit über ihren 5-Jahres-Durchschnittswerten: Silber bei einem z-Score von 2,7, Gold bei 2,4 und Kupfer bei 2,0 – trotz deutlicher Monatsrückgänge bei Gold (−739 USD) und Silber (−23 USD) bleiben die Niveaus historisch ausgedehnt. WTI hat sich mit +23 USD im Monat auf 89,3 USD/bbl erholt (z 1,0); Bitcoin (−46 % vom ATH